Zwischenfazit eines Projektleiters

“Die Weiterbildung „systemische Führungskompetenz“ ist anders, als alle Fortbildungen, die ich bisher besucht habe.

Sie hilft mir, eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, wer ich bin und dadurch meine Wirkung auf mein privates und berufliches Umfeld anders als bisher wahrzunehmen und zu verstehen. Das macht es mir möglich, einen sicheren Umgang mit meinem Projektteam zu pflegen, da ich mir meiner selbst und meiner Umgebung bewusst bin und den Reaktionen meiner Mitmenschen, beispielsweise in Konfliktsituationen, sicher begegnen kann.

Der Aufbau der Weiterbildung (mit den in regelmäßigen Abständen sattfindenden Seminar-Wochenenden, dem langen Begleitungszeitraum und den regelmäßigen Treffen mit den anderen Teilnehmern) hilft mir, in den Fluss zu kommen und die dadurch entstehenden vielen kleinen Fortschritte wahrzunehmen und zu schätzen. Das zeigt sich dann auch in meiner Arbeit, weil ich erkannt habe, wie stark in meinem Beruf als Ingenieur im Allgemeinen auf “Problembehebung” und “Fehlersuche” eingegangen wird, wie wichtig es aber auch ist, Inne zu halten und mir zusammen mit meinen Kollegen den Wert der jeweils geleisteten Arbeit bewusst zu machen.

Die Fachmodule beinhalten eine Menge Handwerkszeug, wie beispielsweise die “Gewaltfreie und systemische Kommunikation”, welche jeweils durch verschiedene Übungen erprobt werden können. Dadurch wurde mir klar, dass der Schlüssel zur Erlangung wahrer Führungsqualität darin liegt, bei mir selbst anzufangen. Ich stelle mir vor, wie ich mir Führung von meinen Vorgesetzten wünsche und versuche die gleichen Maßstäbe beim Umgang mit meinen Kollegen anzusetzen.

In meiner Vorstellung reduziert sich meine Führungsidee auf einen einfachen Ansatz: Wir sind soziale Wesen und wollen auch im beruflichen Kontext als solche agieren. D.h. wir wünschen uns Wertschätzung zu bekommen, mitbestimmen zu dürfen, den Austausch zu pflegen (Erfolge feiern, Unterstützung bei Problemen), Fehler verziehen zu bekommen, die Welt mit unseren individuellen Augen zu sehen, unsere Gefühle zu zeigen und unsere ehrliche Meinung sagen zu dürfen. Meine These ist, dass in einem Arbeitsumfeld, welches dieser Idee gerecht wird, Raum für Kreativität, Fortschritt und Wandel geschaffen wird. Und genau diese Attribute brauche ich als Projektleiter für die Gestaltung erfolgreicher Projekte.

Meine Abschlussarbeit liegt als nächster Bestandteil der Fortbildung vor mir. Ich möchte diese dazu nutzen, meine Führungsidee endgültig in die Tat umzusetzen, um meine Aufgabe als Projektleiter mit meiner eigenen, selbstgewählten Handschrift zu schreiben.”

Markus Hessler, Diplom-Ingenieur (FH), Projektleiter in einem der führenden Unternehmen in der Automobilindustrie und Absolvent der Weiterbildung “Systemische Führungskompetenz”