Systemisches Marketing – Interview mit Katrin Hessler

Katrin-HesslerKatrin Hessler ist systemische Marketingberaterin und Webdesignerin. Seit zehn Jahren begleitet sie Inhaber von Unternehmen und Selbständige dabei, mit ihrem Marketing erfolgreicher zu werden.

Ebenso lang beschäftigt sie sich mit der Entwicklung ihrer eigenen Unternehmerpersönlichkeit.

Seit fünf Jahren ist sie Kooperationspartnerin von Martina Engel.

Katrin, du bist Diplom-Medienwirtin und als Webdesignerin und Marketingberaterin schon viele Jahre mit selbständigem Arbeiten vertraut. Wie hat sich dein Beruf verändert, seit du die systemische Denk- und Handlungsweise in dein tägliches Handeln integriert hast?

Verändert hat sich, dass ich nicht mehr ein bestimmtes Produkt verkaufe, wie z.B. eine Webseite oder einen Flyer. Vielmehr bin ich beratend und unterstützend tätig, um mit meinen Kunden Lösungen zu entwickeln, die sie in Bezug auf ihre Ziele weiterbringen. Die Arbeit beginnt daher mit einer genauen Auftragsklärung und geht mit einer beratenden und auch kreativen Entwicklung weiter, bis am Ende das Ergebnis in Form einer Lösung steht.

Was sind die Unterschiede zwischen deiner früheren und deiner jetzigen Herangehensweise an einen Auftrag?

Heute beziehe ich die aktuelle Situation des Kunden mit ein, z.B. welche zeitlichen und finanziellen Ressourcen kann er aufgrund seines gegebenen Rahmens einsetzen, welche Lösung passt zu seiner aktuellen Entwicklung, usw. Ich setze mich außerdem mit seinen Zielen und Wünschen auseinander, um seine Bedürfnisse nicht nur auf der Sachebene zu erfüllen. Mit ist wichtig, dass sich ein Kunde auch vom Bauch her mit dem Endergebnis wohlfühlt; z.B. dass er sich zu 100% mit seiner fertigen Webseite identifizieren kann. Weiterlesen

Zwischenfazit eines Projektleiters

“Die Weiterbildung „systemische Führungskompetenz“ ist anders, als alle Fortbildungen, die ich bisher besucht habe.

Sie hilft mir, eine genauere Vorstellung davon zu bekommen, wer ich bin und dadurch meine Wirkung auf mein privates und berufliches Umfeld anders als bisher wahrzunehmen und zu verstehen. Das macht es mir möglich, einen sicheren Umgang mit meinem Projektteam zu pflegen, da ich mir meiner selbst und meiner Umgebung bewusst bin und den Reaktionen meiner Mitmenschen, beispielsweise in Konfliktsituationen, sicher begegnen kann.

Der Aufbau der Weiterbildung (mit den in regelmäßigen Abständen sattfindenden Seminar-Wochenenden, dem langen Begleitungszeitraum und den regelmäßigen Treffen mit den anderen Teilnehmern) hilft mir, in den Fluss zu kommen und die dadurch entstehenden vielen kleinen Fortschritte wahrzunehmen und zu schätzen. Das zeigt sich dann auch in meiner Arbeit, weil ich erkannt habe, wie stark in meinem Beruf als Ingenieur im Allgemeinen auf “Problembehebung” und “Fehlersuche” eingegangen wird, wie wichtig es aber auch ist, Inne zu halten und mir zusammen mit meinen Kollegen den Wert der jeweils geleisteten Arbeit bewusst zu machen.

Die Fachmodule beinhalten eine Menge Handwerkszeug, wie beispielsweise die “Gewaltfreie und systemische Kommunikation”, welche jeweils durch verschiedene Übungen erprobt werden können. Dadurch wurde mir klar, dass der Schlüssel zur Erlangung wahrer Führungsqualität darin liegt, bei mir selbst anzufangen. Ich stelle mir vor, wie ich mir Führung von meinen Vorgesetzten wünsche und versuche die gleichen Maßstäbe beim Umgang mit meinen Kollegen anzusetzen.

In meiner Vorstellung reduziert sich meine Führungsidee auf einen einfachen Ansatz: Wir sind soziale Wesen und wollen auch im beruflichen Kontext als solche agieren. D.h. wir wünschen uns Wertschätzung zu bekommen, mitbestimmen zu dürfen, den Austausch zu pflegen (Erfolge feiern, Unterstützung bei Problemen), Fehler verziehen zu bekommen, die Welt mit unseren individuellen Augen zu sehen, unsere Gefühle zu zeigen und unsere ehrliche Meinung sagen zu dürfen. Meine These ist, dass in einem Arbeitsumfeld, welches dieser Idee gerecht wird, Raum für Kreativität, Fortschritt und Wandel geschaffen wird. Und genau diese Attribute brauche ich als Projektleiter für die Gestaltung erfolgreicher Projekte.

Meine Abschlussarbeit liegt als nächster Bestandteil der Fortbildung vor mir. Ich möchte diese dazu nutzen, meine Führungsidee endgültig in die Tat umzusetzen, um meine Aufgabe als Projektleiter mit meiner eigenen, selbstgewählten Handschrift zu schreiben.”

Markus Hessler, Diplom-Ingenieur (FH), Projektleiter in einem der führenden Unternehmen in der Automobilindustrie und Absolvent der Weiterbildung “Systemische Führungskompetenz”